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Schwäbische Zeitung 15. Juni 2011. Leserbrief
Aus den Fehlern hat man nichts gelernt

Zu unserem Artikel "Senioren sollen ins Internet geholt werden", SZ vom 6. Juni, erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:

Die Initiatoren dieser Veranstaltung haben es versäumt, Voraussetzungen zu schaffen, die allen an diesem Thema interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Teilnahme ermöglicht hätte. Menschen mit einer körperlichen Behinderung blieben "außen vor". Aber gerade für viele der schwer Erkrankten und Behinderten ist der Computer ein unerlässliches Hilfsmittel, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können! Auch ich konnte an der Veranstaltung nicht teilnehmen, dabei hätten meine umfangreichen Erfahrungen auf dem Gebiet "Senioren am PC" und "Menschen mit Behinderungen am PC" zweifellos von großem Nutzen sein können!
Schon vor Jahren hat man für sehr viel Geld das Haus in der Karlstraße für die "betagten Mitbürger" eingerichtet. Allerdings wurde versäumt, Strukturen zu schaffen, die andernorts längst selbstverständlich sind. Ich habe zu erreichen versucht, dass das Haus entsprechend ausgestattet wird. Das heißt: ein barrierefreier Zugang für alle Räume und die Einrichtung eines Computerraums. Der damalige Vorstand des Vereins Bürgerforum hatte für mein Ansinnen keinerlei Verständnis.
Aus den Fehlern der Vergangenheit hat man nichts gelernt. Für das Projekt "Senioren und Internet" soll der bereits im Weberzunfthaus vorhandene Computerraum genutzt werden. Wer den Zugang zu diesem Raum kennt, der weiß, dass die Menschen mit einer eingeschränkten Mobilität dort gar nicht hinkommen können. Das erinnert mich an das viel propagierte Motto "mittendrin statt außen vor". Ein brauchbares Konzept ist nicht zu erkennen!
Da passt auch, dass der Oberbürgermeister sagte, er will die direkte Kommunikation stärken und über kurz oder lang per E-Mail mit allen Bürgern in Kontakt treten. Ich habe ihm vor vielen Wochen eine E-Mail für die Bürgerfragestunde geschickt, in der ich beantwortet haben wollte, ob man nicht zur Unterstützung des Behindertenbeauftragten einen Beirat einrichten könnte. Auf eine Antwort warte ich heute noch!
In der Wangener Verwaltung und in den Köpfen vieler Gemeinderäte haben Themen wie Fahrradkarussell und Landesgartenschau absolute Priorität. Die Bedürfnisse einer Minderheit, wie zum Beispiel der Menschen mit Behinderungen, finden kaum Beachtung!

Hubert Mitter, Wangen

Mittendrin statt außen vor

Gedanken zu einem aktuellen Thema:

http://www.internet-goes-laendle.de/

  SZ-17.05.2011 - Informationstag zum Thema Senioren und Internet ist im Weberzunfthaus.
Oberbürgermeister Michael Lang ist vor Ort.
Für mich als Rollstuhlfahrer ist die Teilnahme an diesem Ort nicht möglich. So bleibt es mir verwehrt, meine umfangreichen Erfahrungen, als Fachmann auf dem Gebiet „Senioren am PC“, als auch „Menschen mit Behinderungen am PC“, mit einzubringen!
Jetzt zeigt sich wieder einmal, was am Haus des Bürgerforums in der Karlstraße versäumt wurde: eine „brauchbare Infrastruktur“. D.h., ein barrierefreier Zugang für alle Räume, und die Einrichtung eines Computerraums. Woanders sind derartige Einrichtungen längst gang und gäbe.
Für uns Wangener Bürgerinnen und Bürger wäre das weitaus wichtiger gewesen, als z.B. ein „Radkarussell“ für ein paar auswärtige Radfahrer. Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da!

Information auf der Website der Stadt Wangen:
Wegweiser für Familien, Senioren und Soziales in Wangen im Allgäu ist da!

http://www.wangen.de/images/dummy.gif

Die Stadtverwaltung bietet seit längerem eine Informationsbroschüre über Angebote aus dem sozialen Bereich („Info für Hilfesuchende“) an. Erfreulicherweise gibt es in unserem Gemeinwesen für alle Interessierten vielfältige Angebote.


Um die breite Palette dieses Angebots der Öffentlichkeit noch näher zu bringen, gibt die Stadtverwaltung einen neuen und ansprechend gestalteten „Wegweiser für Familien, Senioren und Soziales“ heraus. Es ist hier gelungen, den Inhalt um wichtige und interessante Informationen zu erweitern. Damit sollen noch mehr Bürger noch leichter für ihre jeweilige Lebenssituation geeignete Dienste und Hilfen finden können. In diesem Wegweiser wollen wir insbesondere über Angebote sozialer Dienste, Familienhilfen und Angebote für Senioren informieren.

Diese Broschüre liegt ab sofort in den städtischen Dienststellen wie folgt auf:
- Rathaus, Bürgeramt, Eingang Postplatz
- Ortsverwaltungen
- Ordnungs- und Sozialamt

Zusätzlich ist die Broschüre bequem online auf der Homepage der Stadt Wangen (www.wangen.de) abrufbar.

Für Rückfragen steht Frau Schmuck, Ordnungs- und Sozialamt, Tel. 74-226 gerne zur Verfügung

interessante Links zum Thema:
Wegweiser für Familien, Senioren und Soziales

Schwäbische Zeitung: Freitag, 18.02.2011
Baumgärtel hört schon wieder auf

Wangen (chkl) - Der Behindertenbeauftragte der Stadt Wangen, Helmut Baumgärtel, hat sein Amt niedergelegt. Als Grund gab er an, dass er mit seinen derzeitigen Wohnungsverhältnissen nicht klar komme und deshalb zu seiner ältesten Tochter in die Nähe von Schwäbisch Gmünd ziehe. Baumgärtel war im November 2009 unter mehreren Bewerbern für die Aufgabe ausgewählt worden. Laut OB Lang habe er seitdem unter anderem regelmäßig Sprechstunden im neuen Bürgeramt geführt und sich auch für die Barrierefreiheit des Bürgeramts eingesetzt. „Wir sehen uns durch Ihre Arbeit bestätigt, hier für bedürftige Bürger etwas zu tun“, sagte Lang. Baumgärtel verlässt Wangen nach eigenen Worten „mit zwei weinenden Augen“. Er betonte: „Ich hatte sehr tiefe Begegnungen in dieser Zeit. Ich wäre gerne geblieben.“

Schwäbische Zeitung: Freitag, 25.02.2011
Kurz notiert

Die Sprechstunden des Behindertenbeauftragten im Bürgeramt entfallen, bis die Stelle wieder neu besetzt ist. Bis dahin nimmt dringende Anliegen Michaela Schmuck im Sozialamt, Mesnerhaus, Brotlaube 2 entgegen. Sie ist unter Telefon 07522/74-226 oder E-Mail michaela.schmuck@wangen.de zu erreichen.


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